Auszug :

„…Selbsterkenntnis als Seelsorge

“Erkenntnis” (griech. γνωσις gnosis) bedeutet bei Sokrates nicht die Erkenntnis der äußeren Welt, sondern v.a. die Erkenntnis der eigenen Seele. Sokrates verweist auf die berühmte Inschrift am Apollon-Tempel in Delphi (wo sich das “Orakel von Delphi” befand):

γνωθι σεαυτον gnothi seauton
Erkenne dich selbst!

Darunter verstand Sokrates nicht die Beschäftigung mit der eigenen Lebensgeschichte oder das Grübeln über persönliche Probleme, sondern die Sorge und Pflege der eigenen Seele (griech. ψυχη psyche). Wie man sich um den eigenen Leib kümmern muss, so müsse man auch sein Seelenleben, seinen Geisteszustand behüten und pflegen, damit er nicht in Unordnung gerate durch zufällige Leidenschaften, wie z.B. Hass oder Zorn…“

„Abschnitt Diogenes :

αταραξια ataraxia = Seelenruhe

Als Diogenes einmal gefragt wurde, wo er eigentlich wohnen würde, dann antwortete er: “Im Kosmos”. Hiervon kommt der Begriff “Welt-Bürger” (“Kosmo-polit”). Er bezeichnet jemanden, der überall zuhause sein kann.

Ein “richtiger” Mensch sei nach Diogenes nur schwer zu finden, die meisten würden sich im Kampf um Anerkennung, Ehre und Geld verbrauchen, jedoch das gute Leben vergessen. Einmal soll Diogenes tagsüber eine Laterne angezündet und gesagt haben: “Ich suche einen Menschen”…“

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Auszug: Thema | MDR FIGARO | 20.11.2014 | 18:00-19:00 Uhr

„Ich weiß, dass ich nicht(s) weiß“

Zum Welttag der Philosophie

„Der berühmte Ausspruch des antiken Philosophen Sokrates passt gut, wenn man mal wieder überfordert ist von einem unendlichen Wissensangebot, von selbsternannten Experten, die uns Lebenshilfe versprechen, oder von digitalen Welten, in denen wir uns verlieren können. Aber was hat Sokrates mit diesem Satz wirklich gemeint? Zum Welttag der Philosophie beschäftigt sich FIGARO mit Fragen des Wissen-Könnens und Wissen-Wollens. “

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